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Spanien – 1

Reiseziele in unserem 17. Land: Grenzübergang El Pertús – Girona – Barcelona – Casteldefels – La Móra – Cambrils – Coll Set Piques – Torre la Sal – Sagunt – Fortsetzung folgt…

Der Grenzübertritt nach Spanien ist ein Höllenritt – statt gemütlicher, kaum befahrener Serpentinen führt eine frequentierte Straße ins “Grenzschnäppchenparadies”.
Einziger Lichtblick: im Stau sind Radler einfach schneller :-).
Na gut, wir erliegen dem Kaufrausch und decken uns mit 500g Schinken und einem Pfund Kaffee ein. Die Kassiererin schaut uns belustigt an, denn alle anderen schieben mit Alkohol und Fleisch überladene Einkaufswagen zu ihren Autos.

Wegen starkem Gegenwind, immerhin 560 Höhenmetern und unserem “Einkaufsbummel” schaffen wir es nicht ganz nach Girona und finden unseren ersten “wilden” Zeltplatz in Spanien.

Der Hunger (wir kamen abends nicht zum Einkaufen) treibt uns in die Stadt. Zu früher Stunde begeistert uns das mittelalterliche Girona gleich mit seinem tollen Flair:

Kathedrale

Blick in eine Schreinerei

Als die Touristenhorden einfallen, erstehen wir in einer Panaderia mit zaghaften, ersten spanischen Worten endlich unser Frühstück.

Wir finden es schlimm, dass die Spanier einfach alles in den Straßengraben schmeißen. Auch neben öffentlichen Mülltonnen …

… und auf dem Recyclinggelände herrschen andere Zustände.

 

Nach knapp 100 km erreichen wir bei Dunkelheit und während der Rushhour den Campingplatz “El Masnou”, der 17 km vor Barcelona liegt.

Sightseeing in Barcelona (3 Tage):
Unser täglicher Radweg in die Stadt führt vorbei an riesigen Sonnenkollektoren,

dem netten Strandrestaurant …

… und den größten Klobürsten Europas.

Pech gehabt!
Wegen des Besucherandrangs können wir heute nicht mehr in die “Sagrada Família”, sondern müssen für den nächsten Tag ein Onlineticket lösen. Wir legen uns dabei auf die Einlasszeit zwischen 11:45 – 12:00 Uhr fest. Beinahe hätte ein Platten (Stresstest) unsere Sagrada-Sightseeingpläne durchkreuzt,

aber Michel hat ihn blitzschnell geflickt und so kommen wir gerade noch rechtzeitig …

… zum Sicherheitscheck.
Dort müssen wir gleich mal unser mitgenommenes Radler in eine Mülltonne entsorgen – grrr!

Gaudis Bauwerk ist einfach unbeschreiblich:

Fassade

Verzierung an den Eingangstüren

Lichtspiele

Säulenverzierung

Altar

 

Nach diesem sehr beeindruckenden Besuch flanieren wir über die Ramblas und durch die Markthallen:

 

Auch das gotische Viertel ist genial …

… und hier vor der Kathedrale warten die Touristen ungeduldig auf das Ende der Messe.

Momentaufnahmen

Triumphbogen

Hotel Porta Fira

Seilbahn über den Hafen

Aussicht vom Montjuïc

 

Wir brechen in Richtung Valencia auf und erreichen den nächsten Campingplatz nur mit der nötigen Portion Gleichgewicht.

 

Tagelang radeln wir entlang der Küste gen Süden …

… und finden immer wieder ein ungestörtes Plätzchen:

Claudia fotografiert Michel,

der gerade dieses Bild knipst:

Unsere Stahlrösser vor der Strandbar müssen leider draußen bleiben 🙂

Wir folgen der antiken “Via Augusta” – Grabtürme säumten früher den Straßenrand, der der Scipiobrüder ist bis heute erhalten.

Tarragona besichtigen wir auf der “Durchfahrt” – und sind nicht die Einzigen:

Kathedrale

Bar

Ausblick vom Torre del Pretori

Gang im römischen Circus

Fórum Romà

 

Je weiter südlich wir kommen, desto “hässlicher” werden die zu dieser Jahreszeit menschenleeren Badeorte. Geisterstädte – alles ist verrammelt, auch ganz normale Supermärkte sind teilweise geschlossen!

 

Ab und an erfreuen wir uns an einem Kunstwerk,

diesen wunderbaren Sonnenuntergang können wir allerdings nicht genießen,

da wir verzweifelt nach einem Übernachtungsplätzchen für uns suchen (und schließlich auf der 3.Etage eines terrassierten Olivenhains landen).

Durch’s Hinterland geht’s nach Torre la Sal, links und rechts nur Orangen- und Olivenhaine.

Olivenernte mit Greifrüttler:

Der Campingplatz ist fest in deutscher Hand, viele überwintern hier und kennen sich schon seit Jahren. Hier gönnen wir uns 2 “Ruhetage”:

Wäsche waschen, Fahrradkette putzen, Zeltreißverschlüsse & Kocherwindschutz reparieren, neuen Blog auf die Webseite stellen, Fotos sichten und speichern … es gibt genug zu tun!

Unsere Nachbarn versorgen uns rührend (wir sind das einzige Zelt):

die Bremer kochen uns Frühstückskaffee,

aus Unterfranken bekommen wir Mandarinen,

die Hessen leihen uns Campingtisch und Stühle,

das Werkzeug kommt aus Niedersachsen.

Spülmittel und gute Ratschläge gibt’s obendrein (“… schließt eure Räder bloß nicht an die Straßenlaterne, die wird regelmäßig umgefahren …”).

Vielen herzlichen Dank euch allen!

 

Weil das Wasser so kalt ist, geht Michel einfach angezogen rein!

Bei Abfahrt passieren wir ein pompöses Kunstwerk – von den deutschen Campern liebevoll  “Abschussrampe” genannt …

und fahren auf einer “Via Verde”, einem Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse weiter.

Orangen- und Mandarinenhaine säumen unseren Weg … und dann das!

(es fand ein Markt statt und wir sehen, wie hier “aufgeräumt” wird).

Mehr von 2like2.bike gibt’s aus València!

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5 Gedanken zu „Spanien – 1

  1. Spanien 1 scheint ja vom Wetter her noch zu passen, der Michel sollte aber nicht nur Mandarinen und Kaffee zu sich nehmen, der ist ja schon ganz dürr wie eine olle Dattel ! Ansonsten aber noch viel Spaß !
    Wann gehts denn über den großen Teich ?

    Gruß Manni

  2. Hallo ClauMich,
    Nach unserem „Schäufele“ heute mittag bewundern wir euch immer mehr.
    Auch kommt etwas Fernweh dazu, noch bei unserem Wetter -Schneefall und Minusgrade-.
    Weiterhin Viel Spaß, Glück und Erfolg und für uns Daheimgebliebenen die Fortsetzung der wunderbaren Fotoserie (mit den Kommentaren)
    Ganz liebe Grüße
    Roswitha+Fred

    1. Hola ihr 2,
      … und wir beneiden euch um’s Schäuferla!
      Sind nach anstrengendem Flug einen Tag verspätet in San Diego angekommen und genießen den Sonnenschein bei 25°C. Morgen geht’s dann auf die Baja, wo wir zum Spanischlernen erst mal eine Woche die Schulbank drücken werden. Glg und ein schönes Weihnachtsfest, eure Weltenbummler

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