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Spanien – 2

Weitere Route in Spanien: Valencia – Buñol – Venta del Moro – Villagarcía del Llano – Casas de los Pinos – Laguna San Pedro – Manzanares – Cañada de Calatrava – Saceruela – Talarrubias – Embalse del Ruecas – Medellín – Mérida – Badajoz – Grenzübergang nach Elvas

Hola … und weiter geht’s nach Valencia,

wo wir sage und schreibe 30 Minuten brauchen, um die Touristeninfo zu finden – sie war aber auch gut versteckt!

Schon bei unserer Einfahrt in Valencia fiel uns die Pont de la Mar ins Auge, die einst den Río Turia überspannte.

Die Umbettung des Flusses hatte handfeste Gründe, einige Male stand bei Überschwemmungen das Wasser in der Kathedrale wohl so hoch, dass sich Frösche im Weihwasser tummelten! Durch diese Maßnahme entstand eine tolle Kultur- und Freizeitfläche für ganz Valencia.

http://www.urlaube.info/Valencia/FlussbettTuria.html

Pont de l’Assut de l’Or

L’Hemisfèric und Palau de les Arts Reina Sofia (im Hintergrund)

Wir haben keine Lust auf normale Stadtbesichtigung und gönnen uns daher 2 “Indoorevents”.

Den ersten Tag verbringen wir im Museum of Science – sehr anschaulich und informativ (im Gegensatz zu unserer Bilderauswahl):

Blick auf das gestaltete Turia-Flussbett

Klone

Landschaftsgestaltung

Michel beim Füttern

Schulausflüge ohne Ende

Unser Weg in die City führt stets am Containerhafen vorbei.

Den zweiten Tag besichtigten wir jedes auch noch so kleine Tierchen im “Oceanographique” (wer den Michel kennt …)

Schließlich  verlassen wir Valencia und das Mittelmeer …

… und erklimmen die spanische Hochebene (iberische Meseta), die auf einer Höhe von 500-900m liegt.

Hier herrschen tagsüber 15-20°C, früh und abends ist es aber schon empfindlich kalt. Deshalb kriechen wir ab jetzt immer schon eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang gegen 19:00 Uhr in unser kuscheliges Zelt.

In den folgenden Tagen durchqueren wir die beiden Provinzen Castilla-La Mancha und Extremadura und sind fasziniert, wie sich die Landschaft ständig verändert:

17 km ohne Kurve!

Don Quijote und Sancho Panza

moderne Feldfrüchte

In Venta del Moro finden wir Antonio, der “Kalahari Adventure Rafting” betreibt.

Wir dürfen im Tipi übernachten,

schlafen bei -1°C aber lieber in seinem “warmen” Büro-Wohnzimmer, welches er uns netterweise zum abendlichen Unterschlupf offen gelassen hat!
Aus Kältegründen verzichten wir zähneknirschend auf das Standup-Paddling-Whitewater-Adventure, das er uns früh um 10:00 Uhr anbietet – brrr, es ist einfach zu kalt.

Bevor wir durchstarten können, stehen wir samstags eine halbe Stunde in der einzigen Dorfpanaderia an, in der die Frauen wie wild Brot & Gebäck einkaufen und alles mögliche beschwätzen.
Ein Erlebnis der besonderen Art!

Dann geht’s durch den “Parque Natural Hoces del Cabriel”,

wo wir Natur pur und wunderbare Ruhe finden. Bezahlen müssen wir das allerdings mit 30 km übelster Schotterpiste!

Michels Schlösschen …

… verschmähen wir und müssen wegen Weinmonokulturen

und brachliegender Ackerflächen, die bis zum Horizont reichen, ewig lange nach einem Platz suchen.

In aller Frühe weckt uns dort Hundegebell und wilde Knallerei – sonntags gehen sie hier alle auf die Jagd nach Karnickeln, Fasanen und Rebhühnern.

Bevor wir dann die tollen “Lagunas de Ruidera” erreichen, campen wir auf 925 Metern über dem Meeresspiegel.
Vielleicht lag`s ja an der Höhe, jedenfalls hörten wir beide spätabends eine Autotür knallen und Geräusche um`s Zelt. Als wir uns dann endlich trauen, die Umgebung mit der Taschenlampe auszuleuchten,  ist natürlich niemand (mehr) da …

Nach dieser tollen Landschaft fällt die Besichtigung von Alhambra, das man weithin sehen kann, recht enttäuschend aus.

El Castillo del Alhambra

Yeah – und dann ist es soweit!
Kurz nach Manzanares haben wir die 10.000 km Marke erreicht:

Bisherige Statistik:

  • 3 platte Hinterreifen (2x Claudia, 1x Michel)
  • 1 Unfall (Michel)
  • 1x Magen-Darm-Grippe
  • 2 Heimatbesuche
  • 17 Länder, 6 Fremdwährungen
  • 206 Tage on the road
  • davon gefühlte 18 Regentage

… und wir wollen immer noch weiter!

Wir haben mit Sicherheit noch mehr als 11% in unserem Akku …

Ab Valdemanco del Estera befinden wir uns in der Extremadura, auch hier gibt es fast in jeder Siedlung einen kleinen Brunnen. In dieser dünn besiedelten Gegend müssen wir unsere Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten gut im Auge behalten!

Wir folgen schon seit einiger Zeit einem Pilgerpfad, der zum “Monastoria de Nuestra Senora de Guadeloupe” führt.
Auf dessen Route liegen immer wieder kleine Kapellen sowie Rast- und Ruheplätze, die wir natürlich gerne nutzen. Diesen Platz hier nahe dem Städtchen Talarrubias hat der Nachbar allerdings zu seiner privaten Weide umfunktioniert!

 

Kraniche

Zum Stausee Embalse del Ruecas folgen wir diesem Bewässerungskanal.

An einem Wehr entdeckt Michel einen mittelgroßen Hecht, der ihm allerdings von der Angel flutscht. Beim 2.Versuch hat er Erfolg:

Nach Medellín befahren wir einen “ciclo verde”, einen Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse …

… wo wir an verfallenen Bahnhöfen vorbei kommen, die aber noch einen gewissen Charme ausstrahlen.

Jenseits unserer Piste liegen Felder, soweit das Auge reicht und wir beobachten massenhaft Kraniche,

und Wildgänse.

Störche bauen hier sogar ganze “Reihennestsiedlungen”.

Am Abend erreichen wir Medellín und kochen am Fluss Guadiana.

Tags drauf besichtigen wir das Städtchen:
Castillo de Medellín

Aufstieg zur Burg

Iglesia de San Martín

Teatro Romano (direkt unterhalb der Burg)

tolle Ausblicke

In Mérida buchen wir uns 2 Tage in einem Airbnb ein und lernen, dass die Klingelschilder in Spanien nur die Apartments bezeichnen!

Diesmal absolvieren wir unsere Stadtbesichtigung zu Fuß und legen immerhin 10 km zurück.

Therme und Sauna

Edelschinken für Touristen

Krippe mal anders

Portíco del Foro Romano

Puente Romano

Stierkampfarena

Acueducto de los Milagros

Auch dieses Bauwerk wird von vielen Störchen als Heim genutzt.

Die Straße der Tausendfüßler …

… führt uns zur Grenzstadt Badajoz.

Convento de las Adoratrices

Archäologisches Museum

Innenhof des Museums

Ausblicke auf den Plaza Alta

Puerta de Palmas

… es weihnachtet doch schon sehr, obwohl die Temperaturen nicht auf Weihnachten schließen lassen.

Wir sind mit Claudias Papa in Lissabon verabredet und müssen weiter …

Alles in allem waren wir einen ganzen Monat in Spanien und sind sehr von seiner Landschaft und den vielen geschichtsträchtigen Ecken angetan. Die Spanier sind freundliche und aufgeschlossene Menschen und wir lieben ihre Sprache und das sonnigwarme Winterwetter!

Zum Schluss noch ein dickes Lob an alle spanischen Autofahrer: fast ausnahmslos hielten sie einen tollen Überholabstand ein, mucho gusto!

 

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6 Gedanken zu „Spanien – 2

  1. Hallo ihr zwei.
    Wieder einmal so schöne Bilder und tolle Eindrücke eurer Reise. Ich bin jedes Mal richtig baff und bewundere eure tollen Fotos und Erlebnisse.Die Bilder mit der 10.000 sind ja klasse.
    Ich wünsche euch schöne Weihnachten mit nicht so kalten Temperaturen und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf bald!
    Liebe Grüße von Jasmin

  2. Hallo ihr 2,

    wir wünschen euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr nur das Allerbeste!
    Wir sind schwer beeindruckt, viel Glück weiterhin!

    Liebe Grüße, Doris und Gerd

  3. Hallo Ihr 2 Radnomaden ;-),
    wollt euch auch noch schönes Weihnachten und eine gute Tour ins neue Jahr wünschen. Ihr seid ja seit unserer Begegnung gut vorangekommen wenn man das hier so ließt, viel Spaß und angenehme Abenteuer auf der Reise und evtl radelt man sich ja irgendwann mal wieder übern Weg. Schöne Grüße von Uwe

  4. Hola Claudia
    Hola Matthias
    Muchas gracias para su e-mail de Bajo California.
    Es verdad que su blog es un poco atrasado, pero eso no es tan importante porque las fotos y los comentarios son muy interesantes y algún día también Bajo California va a aparecer en el blog!?
    Ahora es la temporada de las ballenas que llegan a Bajo California. Estoy ansioso de ver fotos espectaculares.
    Que tengan una feliz navidad y un prospero año nuevo y mucha suerte en el camino por el mundo.
    Además exito en el estudio de la lengua Española. Todos los días unas palabras más!!

    Muchos saludos de la Suiza. Erwin.

  5. Hallo ihr zwei Radl-Fahrer,
    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018, wo immer Ihr auch seid. Viel Glück auf euerer Reise und immer die Ohren steif halten.
    Es grüßen Euch Roswitha+Fred

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